Die seltene, beinahe Unbehagen hervorbringende Stille, wenn tatsächlich die Unmöglichkeit eingetreten sein sollte, dass nur für einen kurzen Moment lang kein anderer Mensch außer dir selbst unterwegs ist. Männer, die in dieser wunderbaren Selbstverständlichkeit Kinderwägen vor sich herschieben. Crêpes. Die zu Hauf verschwendete Lebenszeit an französischen Supermarktkassen. Der oft zum Greifen nahe Sex in der [...]
Archive for the 'gib mir fernwehtexte' Category
Ein letzter Fernwehtext
Juni 26, 2009Schlichter Text
April 17, 2009je marchais. Ich ging. Von Port Royal aus, sah ich mich nach dem Boulevard du Montparnasse um. Eine beliebig gewählte Gehrichtung. Ich musste dabei jedoch verlorener ausgesehen haben, als ich es mir lieber nicht anmerken hätte lassen wollen. Eine auf mich zukommende Frau fragte mich, aus dem anonymen Großstadt-Nichts, ob ich etwas suchen würde. Nein, [...]
Mein Name ist: Angepasstes Lulu.
April 8, 2009Ich kenne Menschen, die reisen ohne Moneten in den Taschen durch ferne und auch nahe Länder, ohne dabei an morgen zu denken. Bzw. verdrängen sie solch sorgenlastiges Gedankengut einfach. Weg. Irgendwohin. Das bewundere ich! Ich denke nämlich ständig an die Zukunft. Wer ich gerne wäre, und wie ich da am besten hinkommen könnte.
Manchmal auch eine [...]
Unsicherheit und Sicherheit gehen miteinander freundschaftlich spazieren
Oktober 18, 2008
A: „Weißt du, manchmal frage ich mich, ob mich das viele Schreiben vom echten Leben abhält.“
B zieht an B’s Zigarette (die geile Sau!) und sagt daraufhin, gewohnt gerade heraus: “Aber vielleicht ist das Schreiben nun mal dein Leben.“
A hasste es, wenn B einfach mir-nichts-dir-nichts, A’s mühsam erarbeitete und vor allem wunderbar destruktive Gedankenkonzeptionen [...]
Ein Moment. Oder about:blank
Oktober 3, 2008Ein Moment.
Sie ging durch die Stadt.
Es war nicht Ihre, aber vielleicht würde sie es werden.
Denn immerhin war es Ihr vertrauter Soundtrack in Ihren Ohren. Ihr Julian, Ihr Ian, Ihr Eddie, die Sie durch die Straßen der Stadt geleiteten. Es war auch Ihre Frisur, die der Wind der Stadt immerfort zu zersausen pflegte und weiter zu [...]