Archiv für Januar 2009

Was kurz und gut ist,

Januar 16, 2009

ist: Mit Arcade Fire’s „No Cars Go“ in den Ohren, in einem Mantel, der eigentlich nicht deinem Stil entspricht,  und einem halben Baguette, von dem du dachtest, eigentlich schon genug zu haben, durch die Stadt zu laufen, die eigentlich nicht die deine ist.
Wie du da nämlich den vierspurigen Boulevard entlang gehst, mit all den Autos, Bussen, Menschen zur hereinbrechenden Nacht, die sie mit ihren Lichtern zu entbrechen versuchen, erfreust du dich an jener spezifisch situationsbedingten Ironie: „We know a place/ where no planes go/ we know a place where no ships go/ hey!/ no cars go. „
Dann wird es dir auch ein einziges Mal vollkommen egal sein, dass keine Sau der Welt deinen Moment des Tages nachvollziehen kann. Du wirst dir einfach weiter den kalten Wind um die Ohren wehen lassen, die orchestrale Steigerung deines Liedes genießen und bis zum Schluss mit Ohhhhhh-ohhhhen.
Und daraufhin, wirst du dir denken, wie schön es ist, jetzt offiziell noch 6 weitere Monate Zeit zu haben, Mäntel aufzutragen und Brotsorten zu essen, die eigentlich gar nicht zu dir passen.
Denn genau das ist, was du jetzt willst.

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Über den Rotwein

Januar 11, 2009

Mesdames et Messieurs!

Der Rotwein, auch in so mancher Fabel als Die Wahrheit bekannt, spricht oft aus seinen Mündern und will sagen: Ich bin offensichtlich rot, alkohollastig und hübsch zu schwenken,  aber auch gesund in Maßen! Mehr als man denken würde! Denn ich bringe nicht nur so manchen faden Herzkreislauf in Schwung, Nein!, ich bringe die Menschen auch zu Vernunft und Einsicht! Und zu Liebschaften, die ohne mich niemals möglich gewesen wären!
Erkenntnis soll dein Geschenk an mich an diesem Abend sein. Danke, lieber 1,59 Euro billiger Bordeaux, du schmeckst mir mindestens wie ein 2,99 er. Trotzdem sind die vielen Ausrufezeichen kein guter Stil.
Das musste dem Rotwein auch mal gesagt werden.

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Über zufälliges Zerdenken oder Von den Denken zersetzenden Zufällen

Januar 7, 2009

Seit Wochen, vielleicht sogar Monaten, fuchsten mich im Grunde immer wieder dieselben Gedanken.  Es handelte sich dabei um allerhand Überlegungen zu allerhand abstrakten Begriffen. Angefangen bei „Liebe“, die mich zum „Willen“ führte, wobei mir die beiden dann aber recht schnell Stück für Stück weggebrochen sind.  Und zwar in der schlussendlichen Überzeugung, dass sie nicht mehr und nicht weniger als Spin-offs wären. Die Ableger, von etwas viel Größerem, etwas Übergeordnetem: dem „Zufall“.
Wenn ich dieses Meta-Begriffsungetüm nur fassen könnte, dachte ich, vielleicht wäre mir ein ruhiger Schlaf endlich wieder gewiss….

(Oder alternative Textbeschreibung:  Was die Abwesendheit von ausreichend Passivmedien anrichten kann)

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