Archiv für April 2009

Journal du Voyage #Partie 3

April 29, 2009

[Sou-titre: La vie est drôle et updated]

Cher Journal Intime,

Was für 2 Tage durfte ich erleben!
Gestern nach relativ gut hinter mich gebrachter Präsentation: ein tolles Konzert von Andrew Bird, wobei mich die Sängerin  davor beinahe mehr beeindruckt hat, eine Engländerin namens Laura Marling. (Ich werde das morgen alles verlinken, dazu seh ich mich jetzt grad nischt mehr imstande! Weil wir haben chez moi heute getrunken- die Klammer muss jetzt offenbleiben aufgrund dieser seltsamen Satzkonstruktion befürcht ich- wie immer Heineken en masse, dazu Chips obligatoire und danach, wenn man dann gut dabei ist: Camembert und Humus auf Baguette. Eine Tradition, die ich mit erhobenen Händen(?) nach Wien tragen werde.
Dann haben wir Fotos (mit Brillen!) gemacht mit meiner Webcam. Ich werde dazu eine deutsch/französische Fotostory schreiben, damit Cendrine* das auch verstehen kann!
Ein Vorgeschmack:

picture-85(Links: Janis Joplin. Rechts: Winnie von The Wonder Years)

(mehr …)

Werbeanzeigen

Journal du Voyage – Partie 2

April 23, 2009

Liebes Journal,

Ich komme gerade vom Laufen.
Ich hab – ich glaubs fast selbst nicht – eine Stunde durchgehalten. Das ist beachtlich für mich!  Die Zeiten, als ich (Schul)Sport für faschistisch hielt und auf der Spielfläche beim Mädchenturnen rumstand, ohne zu wissen, welches Spiel gerade gespielt wurde, sind definitiv vorüber. Naja, Individualsport find ich zumindest jetzt gut. Obwohl, selbst die EM konnte man mir schon 2008 mit  Bier und Möglichkeit zum Vor-Prüfungseskapismus schmackhaft machen. Worauf ich aber heut wirklich herumreiten will, liebes Journal, ist die Tatsache, dass ich mit schwarzer Jogginghose (für die Arme muss das alles noch ganz neu sein. Sie hatte bis jetzt nur einen Zweck: komfortables Gammeln zu ermöglichen) und meinen, im wahrsten Sinne sich im Wettlauf gegen die Zeit befindlichen, Adidasschuhen von 1999, eine Stunde gelaufen bin!

(mehr …)

Schlichter Text

April 17, 2009

je marchais. Ich ging. Von Port Royal aus, sah ich mich nach dem Boulevard du Montparnasse um. Eine beliebig gewählte Gehrichtung. Ich musste dabei jedoch verlorener ausgesehen haben, als ich es mir lieber nicht anmerken hätte lassen wollen. Eine auf mich zukommende Frau fragte mich, aus dem anonymen Großstadt-Nichts, ob ich etwas suchen würde. Nein, Nein. Merci.  Was gelogen und auch nicht gelogen war. Wonach ich mich auf den Weg gemacht hatte, war mir selbst noch nicht bekannt gewesen und wäre nichtzuletzt deswegen über die Kompetenzen einer bestimmt versierten, dennoch Stadtplanziel-orientierten Pariserin hinausgegangen.

je marchais plus vite. Ich ging schneller. Der Boulevard du Montparnasse wurde dabei beinahe unbemerkt zum Boulevard Raspail. Ich musste an Die Person denken. Ja, sie schien mir Diese zu sein. Immer noch und immer wieder. je devais continuer à continuer à marcher. Ich musste weiter weiter gehen. Körperlich müde werden heute. Zuviel ungelöst von letzter Nacht übrig geblieben. Wie nicht weichen wollendes Adrenalin. Nur noch 2 1/2 Monate Paris, um zu: werden.
je marchais, marchais, marchais. Ich ging, ging, ging. Vor mir: ein überschäumender Brunnen, dahinter: eine halb verhüllte Kirche. Wie kann ich eigentlich so sicher wissen? Dass jene Person, zumindest von meiner -zugegeben einseitigen- Gehrichtung aus, Die Person sein soll?

(mehr …)

Journal du Voyage – eine neue Serie (Obacht!)

April 15, 2009

“ Es ist Frühling. Und ich freu mich.
Vergessen sind die (Floridsdorfer) Tage, in denen wir nicht sonderlich gut auf uns zu sprechen waren. Printemps,  du bist mir willkommen. Während andere sich endlich und offiziell (mit 15.April!) auf französischen Parkwiesen paaren dürfen, werde bestimmt auch ich nun – ohne Furcht und Aderlass vor den rumgammelneglektischen Trillerpfeifen der Parkobachtaufsichtsautoritätspersonen – auf den publiquen Rasen typische Parkdinge machen.
Die da wären: Tauben jagen, WLAN gratuit ausnutzen, Frauen ansprechen.
Das alles, überlasse ich lieber anderen. Moi, Ich werde vielmehr lediglich von dort schön getrimmter Natur profitieren, und mir dazu vielleicht Minidinge einflössen. Weil in Frankreich hat man sowas gerne. Mini-Mini-Winzi-Knuffi-Sachen. Superkleine Minipizzen-Snacks zum Aperitif, der am besten selbst aus einem oder zwei Minibier besteht.

du, trop petite heineken, du
du, trop petite heineken, du

Und später darauf dann: Miniklopapier. Ich glaube, Mini-Me wäre dahingehend in Frankreich bestimmt content. Auch wenn diese Überleitung mehr als (st)hinkt, sage ich: Wer aber auch nicht? Liebe Brot-amis, ich muss Ihnen sagen: Der Frühling ist nämlich die Brottakeaway-Jahreszeit schlechthin. Man isst  jetzt überall Paninis 4 Fromages, Baguettes mit Thunfisch, blähendes Börek oder sesamsämige Falafel….. „

___________________________________________________________________________________________

(mehr …)

Mein Name ist: Angepasstes Lulu.

April 8, 2009

Ich kenne Menschen, die reisen ohne Moneten in den Taschen durch ferne und auch nahe Länder, ohne dabei an morgen zu denken.  Bzw. verdrängen sie solch sorgenlastiges Gedankengut einfach. Weg. Irgendwohin. Das bewundere ich! Ich denke nämlich ständig an die Zukunft. Wer ich gerne wäre, und wie ich da am besten hinkommen könnte.
Manchmal auch eine Spur destruktiver: „Was, wenn ich kein Geld mehr habe?! Oje, ich seh schon, ich muss wieder Bücher etikettieren, wenn das so weitergeht!“.
Ich denke sogar soviel dazu nach, dass ich das Wort „Zukunft“ selbst schon nicht mehr – ohne dabei zusammen zu zucken – hören kann. Und bei all dem, merke ich gar nicht, dass das nicht das Leben ist.
Weil: Es geht an mir vorbei. Weil: Es muss. Eigentlich möchte es ja mit mir seine Zeit verbringen, aber fast jedes Mal wenn es meinen Weg kreuzt, ziehe ich den Kopf ein oder schau schnell in die Luft, damit es  gar nicht erst stehenbleibt und mich grüßen könnte. Deswegen, macht es sich weiter. Auf den Weg. Zu den oben genannten Menschen. Die strahlen dem Leben nämlich schon von Weitem entgegen, winken freudig mit dem Gehstock und lassen es in ihren Rucksack kraxeln.

Willkommen, zu einem weiteren weininspirierten, obligatorisch-pathetischen Emo-Text.

(mehr …)

„You are way too young!“ Eine.Brot.Exposition.

April 7, 2009

Euer Ablaufdatum ist doch noch lange hin. Nur Mut, ihr Brote! Alles wird gut. Please enjoy the following lovely -even though a little morbid- Breads!

importiert ist doch auch gut

importiert ist doch auch gut

(mehr …)