Journal du Voyage #7 – Petite Fête d’Adieu

DSCN3075(Hinweis: Das wurde beim simultanen Hören von Ich-glaube- Punk-rock geschrieben. Vielleicht ergibt alles mehr Sinn, wenn auch Sie dieses Lied dazu hören. Kein Gewähr. Restbetrunkenness!)

Die Bilder sind verwackelt, das heißt wohl: Es wurde getrunken. Die Feier zum Babasagen ist recht klein ausgefallen, weil viele natürlich schon vor mir gefahren sind, richtiger: weil ich natürlich kaum Menschen kenne.  Nein! Ich scherze! Sagen wir so, die Crème de la Crème war anwesend.
Und ja, sowieso: Vive la France!

Der Plan war am Place des Vosges zu pique-niquen. Zunächst.  An der Métro St. Paul traf ich zufällig diesen Franzosen, der mich nie angerufen hat. Wir redeten kurz.  Dann sah ich ihn gehen, dabei den Grund umarmend, warum er nicht angerufen hatte. Der Moment gefiel mir. Paris ist also auch ein Dorf. Mein Zweitdorf. Der Place des Vosges war selbstverständlich schon geschlossen. Wir gingen 5 Minuten weiter zur Bastille an den Quai. Wir tranken Mini-Heinekens, ich vergass natürlich den Flaschenöffner für diese. Der einzige Mann in der Runde konnte sie mit Feuerzeugen öffnen. Wir waren dahingehend stereotype Nullen. Er ging bald, wir standen vor einem großem Problem. Das Mädchen aus Trier referenzte auf Simone de Beauvoir und wir keepten on Cendrines Feuerzeug zu zermergeln. Sie allein hatte dann die Technik heraus und gab sie an mich weiter. Wir waren stolz! Wir tranken heimlich auf Simone, Cendrine sagte: Prrrost. A. sagte: Trost.
Der ganze Abend war voller seltsam, schöner Revisionen unserer, in den letzten Monaten kultivierten Traditionen und Erlebnisse, die wie folgt in Klammern nummeriert erkenntlich gemacht werden sollen. Eine schwarze Katze(1) kreuzte unter anderem unseren Weg. Dazu muss man wissen, Cendrine und ich sprachen viel über Katzen, vor allem auch weil zu Anfang die Sprachbarrieren unsere möglichen Themengebiete maßgeblich einschränken sollten.

DSCN3081

Man wurde gegen halb 12 von dem Platz vertrieben. Wir machten uns auf ins Hideout(2), wo leichte Musik, billiges Bier und betrunkene Menschen zusammen durch die Gegend schwankten. Dorthin gingen wir übrigens zum allerersten Mal aus. Damals. Wir tanzten. An dem Abend spielten sie überall Micheal Jackson. Wir tranken eine Pinte Citron (3), die große Version unseres Bier-Zitronen-Getränk. Ich wollte danach ins Mécanique Ondulatoire (4). Jener Ort, den ich zu Anfang ausgehmäßig am liebsten mochte. Vor dem Lokal trafen wir drei lustige Franzosen. Ich machte -wie so oft in diesem Jahr- gefolgt nach der Frage meiner Herkunft einen Witz darüber, dass ich Faschistin bin (5). Das kam gut an und wir rauchten „La Cigarette de l’Amitié“(6), die Zigarette auf die Freundschaft. Wie damals im Februar am exakt gleichen Ort. 2, 3 weitere folgten. Nur zur Sicherheit und Bekräftigung unseres Paktes natürlich! (Rauchen ist toll, aber ich bleibe stark!). Es war eigentlich schon Zeit für das letzte Panini 4 Fromages, wir landeten aber uhrzeitbedingt bei McDonalds. Fleisch(7), in Frankreich hast du mich re-verführt. Wir erwischten die letzte Ubahn gerade noch so und fuhren nach Chatelet. Dort bekam ich eine, nicht für mich bestimmte Rose weitergereicht (Merci, Mademoiselle de Trier). Am letzten Abend sind Menschen im Allgemeinen viel zu gut zu einem, habe ich gelernt. Es war Zeit zum Au Revoir sagen und ich war gottseidank betrunken genug. Céndrine fuhr gen Norden. Wir 2 anderen Übriggebliebenen wollten theoretisch Richtung Süden. Wir fuhren zunächst Richtung Westen. Nach einem kleinen, nun erforderlichen Nachtspaziergang nach St. Michel enfin richtiger Bus. Um 5:00 bei unserer Residence angekommen.
Die Nachtbusse haben wir alle jetzt nicht mehr lieb, das steht fest.

DSCN3076

DSCN3070

antoineblack

DSCN3071

Keine 4 Fromages, aber 4 Amis is eh viel besser!

Werbeanzeigen
Explore posts in the same categories: journal

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: