Archive for the ‘Paris’ category

Leider, beinahe gänzlich unfiktive Kommentare zu einem französichen Film.

Juni 13, 2009

Paris. Erste Szene. Sophie Marceau steht halbnackt vor dem Spiegel. Die erste Titte nach nur einer Minute, zischt es von rechts. Die schnell als lahm entlarvte Story geht lahm weiter. Pyjamaszenen galore. Wir beide denken: Nippel, die allgegenwärtigen. Sophie Marceau dreht ein bisschen ab. Sieht anderes, fremdes Mobiliar und findet ihre Wohnung nicht mehr, bis schlussendlich sich eine Hälfte ihres Gesichtes in das von Monica Belluci verwandelt. Die andere Moitié ihrer Visage bleibt einstweilen die Ihrige. Sie spricht aufgelöst mit ihrem Mann, der auf einmal ein blaues und ein braunes Auge hat, statt einem Paar zweier Braunen. Er bemerkt natürlich, dass seine Frau nicht mehr ganz knusper ist. Die Gesprächssituation ist zu bizarr. Er, mit diesem schlecht Pc-deformierten, blauen Auge und sie, das weibliche Two-Face. Wir müssen lachen und können dem Dialog, vor allem der dabei anvisierten Ernsthaftigkeit, kurz nicht folgen.  Was aber egal ist, man schläft sowieso erstmal miteinander.

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Un petit essai d’une traduction

Juni 10, 2009

Cendrine wollte wissen, was ich so schreibe. Da hab ich mir die Mühe gemacht, ihr ein paar Zeilen von mir zu übersetzen. Und dann als ich fertig war, gedacht: Warum eigentlich nicht auch auf den Blog damit? Dabei ergäbe sich aber natürlich die kleine Schwierigkeit, dass der Text nur von französisch sprechenden Menschen verstanden werden würde (Also, hoffentlich!)…. Was mich wiederum auf die recht naheliegende Idee brachte, die deutsche Version davon, auch zugänglich zu machen. Und bevor ich mich versah, schneidete ich schon an einem Video herum. Dieses ist übrigens sehr amateurmäßig geworden, wie weiter unten ersichtlich. Ja! Der hiesige Wahnsinn has No End!
Und der Text heißt übrigens „N.octuamble – N.O. sort.“

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3 Dates, 3 Ohrfeigen und kein Halleluja

Juni 6, 2009

Man hat mir gesagt: Dates!!!!. Ja, Dates!!!!. Auf diese würde man gehen. Vor allem als ungebundenes, anfangzwanziger Mädchen. Und überhaupt in Paris. Das gehöre hier dazu, wie die Serviette zum Apfel, die billigen Oliven zum Bier, die samtenen Ballerinas an die Frauenfüße . So à la:  Putain de merde, vive enfin et sors! Oder auch:  Lebe endlich = Daten!
Wie so oft schon, habe ich meiner inneren Stimme (Neeeeein, Daten ist nie gut. Enttäuschung! Schmerzen! Das willst du nicht! Dazu hast du keine Lust! ) nicht ausreichend Gehör geschenkt, und mir naiverweise gedacht:  Schadet’s nichts – hilfts nichts…nein, umgekehrt: Hilft’s nix, Schodt’s nix. (Österreich!)

Vorhersehbares Fazit: Geholfen hat’s wirklich nichts. Geschadet aber natürlich schon!

Eine Nie-Wieder-Daten-Story.
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Rocky Balboa

Mai 25, 2009

Bitte simultan Video schauen und folgendes lesen:

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La Soirée, dans laquelle j’ai retrouvé mon „Cool“

Mai 1, 2009

Ich war gerade auf dem besten Konzert meines Lebens. Dabei fing es eher bescheiden an. Ich ging  nämlich allein hin. Gestern und heute sagten mir erst 2 Menschen, sie wären ja auch mitgegangen.  Fast vorwurfsvoll. Aber ich habe doch die Karte schon am Sanktnimmerleinstag kaufen müssen, um sicher zu gehen, dass ich hingehen kann, und damals fand ich niemanden, der mit wollte! Egal.
Was macht man also mit frisch errötetem Haar und toute seule, bis das Konzert beginnt? Richtig: trinken. 4 mal 1/4l um 4 Euro.  Es war mir schon fast peinlich, immer wieder Nachschub zu holen, aber eben nur fast.  Nicht unangenehm genug, um auf das Bier zu verzichten. Evidemment. Die Vorband war sehr experimentiell. Aber nicht gut. Sie haben ein hübsches, langhaariges Mädchen hingestellt. In einem etwas cool-zu-großen Hosenanzug, ohne was drunter. Zu 80erBeat hat sie neben 2 Typen, was ins Mikro gesagt-gesungen und dabei ab und zu mit einem Dings auf eine Trommel gehauen, um „Pong“ zu machen.

Après, hab ich mich wie viele andere ebenso erwartungsvoll auf die Tanzfläche gestellt. Lieber ein wenig verloren aussehen, als bei den Yeah Yeah Yeahs zu sitzen! Ich könnte mir vieles verzeihen, da bin ich gar nicht so, aber das! nein, das! niemals.
Und dann kam sie. Karen O. Das wunderbarste Wesen dieser Erde. Und das, ist keine betrunkene Übertreibung. Glasklare Stimme, unvorstellbares Lächeln und wer könnte jemals besser schreien?

Minieindruck:

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Gruppenarbeit

März 25, 2009

Ich möchte kurz was über meinen Kurs auf der Uni erzählen. Ja, richtig gelesen: Einzahl. Ein Kurs. Der Streik, der gute Streik macht zumindest mein kleines, wenn auch in einem größeren, universellen Zusammenhang unbedeutendes Erasmus-Schicksal sehr schön. Aber bitte kein Greuel, kein Neid und keine Missgunst an dieser Stelle.
Ich bin sicher, werte Leser werden noch auf ihre vergeltungsgelüstigen Kosten kommen. Spätestens wieder in Wien, bei der Stundenvalidierung oder sonstigem Behördentrara, wird das böse Erwachen nicht lange auf sich warten lassen. Vermutlich werde ich dann vor  der Hauptuni-Rampe knien und gen Himmel rufen: „Warum nur, du heimatliches Hochschulsystem willst du mir meine  französischen Lehrveranstaltungen nicht ausreichend mit ECTS würdigen? Qu’est-ce que j’ai fait?!“! Aber bis dahin ist ja noch Zeit und ich kann derweilen mit schönen Bildern wie dem Folgenden, noch etwas Ihren Hass gegen mein noch 3 monatiges Pariser Savoir-Vivre schüren.

schür -schür

Schür. Schür.
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La Douche

März 19, 2009

Es war einmal einer dieser Tage, die schon beim Duschen nichts Gutes verheißen wollten. Und das liebe Damen und Herren ist keiner Metapher. Ich duschte, und als ich das Wasser abdrehen wollte, wollte die Dusche das mal anders haben und lieber weiter laufen. Nach 10 Minuten hin und her, hatte ich es beinahe geschafft sie auszukriegen.  Ein kleiner Strahl war weiterhin am Rinnen. Stets optimistisch und weltverbesserisch (wie ich ohne Zweifel bin. Ja, ohne Zweifel!) dachte ich, dass gehört gemeldet. Weil dieses Duschen sollte effizienter bald wieder sein. Zeit ist ja nicht zum Verduschen bzw. Abdrehen der Dusche da. Man sagte mir an diesem furchtbaren Montag, als der Schreckensmontag in weiteren Schwänken bezeichnet, dass sich noch jemand darum kümmern würde. Und in der Tat jemand hatte bis zum Abend die Drehduschvorrichtung (zur Wasserersparnis, welch Ironie!) abgerissen und jetzt lief das Wasser  unaufhörlich und in Strömen den Abfluss hinunter. Es war eiskalt. Es war laut. Es war nass.  Kurz: ganz schlecht. Nachdem ich mich bei der Rezeption nochmal erkundigt hatte, man mich aber nur auf Warten wegen Komplikationen, vertrösten könnte, heulte ich mich bei einem großen Demi-Citron bei Cendrine aus. Ein teures Eis außerdem, und ich hatte mich vorerst wieder beruhigt. Obwohl ich da noch nicht wusste, dass auch Waschbecken und die Klospülung bald streiken sollten…

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